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Ja zum Leben!

Die Schwangerschaft gehört zu den aufregendsten und meist auch schönsten Ereignissen im Leben einer Frau. Die Zeit der Freude auf das Baby und die Erwartung eines neuen Lebens sind eine schöne, wenn auch eine anstrengende Phase im Leben vieler Frauen und Männer.

Aber nicht immer ist die Schwangerschaft wirklich gewollt und was für die meisten Frauen die Erfüllung eines lang gehegten Wunsches ist, wird für die ungewollt schwangeren Mädchen und Frauen schnell zum Albtraum. In unserer modernen Gesellschaft bleibt die Entscheidung für ein Kind immer eine Entscheidung der Frau selbst. Dieser Grundsatz gilt auch bei ungewollten Schwangerschaften. Dabei benötigen Mädchen und Frauen, die sich in dieser schwierigen Situation dennoch für das Kind entscheiden besondere Hilfen.

Dabei ist es nicht immer nur der Zuspruch und die seelische Unterstützung durch die Familie, den Partner und das soziale Umfeld, die eine Entscheidung für das neue Leben auch bei einer ungewollten Schwangerschaft bestärken und stützen können.
Oftmals erschweren auch materielle Engpässe, das soziale Umfeld oder der aktuelle Lebensabschnitt die Entscheidung für das ungeborene Kind.

In solchen Situationen ist die Unterstützung des gesellschaftlichen Umfeldes ebenso gefragt, wie das Verständnis von Eltern, Partnern und Freunden. Verständnisvolle Hilfe und oftmals auch materielle Unterstützung finden betroffene Mädchen und Frauen vor allem bei den institutionellen Beratungssystemen. Zu nennen wären hier Pro Familia, die Schwangerschaftskonfliktberatung der Caritas, die Beratungsstellen des Jugendamtes aber auch die Anlaufstellen der Diakonie. Hier erfahren werdende Mütter, die sich in der Konfliktsituation einer ungewollten Schwangerschaft befinden professionelle Hilfe und fürsorgliches Verständnis für die schwierige Situation.

In den Landkreisen sind diese Hilfen unterschiedlich organisiert. Erste Kontakte lassen sich meist gut über den behandelnden Frauenarzt vermitteln. Auch die Sozialarbeiter an den Schulen und Berufsschulen wissen, wo im jeweiligen Umfeld die richtigen Ansprechpartner zu finden sind.

Entscheidend für eine helfende Beratung ist dabei weniger der institutionelle Träger der Schwangerschaftskonfliktberatung, sondern vielmehr das Vertrauensverhältnis, das zwischen Beratendem und der betroffenen Frau aufgebaut wird. Hier geht es nicht nur um gesundheitliche Aspekte, sondern vor allem auch um die Unterstützung einer Entscheidung für das Leben. Dazu gehören die Regelung des aktuellen Lebensabschnittes ebenso, wie oftmals die Vermittlung materieller Hilfen oder aber das beratende Gespräch mit Eltern und Partnern.

Geschulte Fachkräfte unterstützen in den Anlaufstellen der Landkreise die Entscheidung für das Kind und viele betroffene Mädchen und Frauen, die zunächst mit Skepsis und teils existentiellen Nöten erstmals ein Beratungsgespräch aufgesucht haben, kommen gern wieder mit der Sicherheit, eine richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Darüber hinaus sind sicherlich auch Internetangebote wie www.elternimnetz.de, www.lifeline.de oder auch www.lichtzeichen.org erste Möglichkeiten, sich auch völlig anonym und angstfrei mit dem Thema der ungewollten Schwangerschaft zu befassen. Unter dem Suchbegriff "Schwangerenberatung" ergänzt durch den Wohnort erhält Frau auch lokale Anlaufpunkte für die Schwangerschaftskonfliktberatung. Die Entscheidung JA zum Leben lohnt fast immer!